Demenz

Neben der so genannten stationären Normalpflege sind wir vor allem für Menschen mit demenziellen Erkrankungen da. Dafür gibt es bei uns besonders qualifizierte Mitarbeiter – und auch der Personalschlüssel ist für diese Bewohnergruppe höher als sonst üblich. Denn demenziell erkrankte Menschen haben einen deutlich erhöhten Betreuungsbedarf.

Häufig folgen Menschen mit Demenz einem inneren Drang, an einem bestimmten Ort etwas erledigen zu müssen, und neigen daher zu einer Hinlauftendenz. Dennoch gibt es bei uns keine verschlossenen Türen. Auch demente Bewohner sollen sich frei und ungezwungen bewegen können. Gleichzeitig schreiben wir ihre Sicherheit groß: Wir statten die Bewohner mit einem Chip aus, der bei den Pflegemitarbeitern direkt Alarm auslöst, sobald ein dementer Bewohner ungeschützt das Haus verlassen möchte. So stehen Freiheit des Bewohners sowie Sicherheit und Geborgenheit in einem guten Verhältnis zueinander. Und auch die Angehörigen wissen ihre Nächsten in besten Händen.

Demente Menschen haben oft ein sehr gutes Erinnerungsvermögen, was lange zurückliegende Ereignisse insbesondere aus Kindheit und Jugend anbelangt. Genau da setzen wir an – mit der so genannten Biografie-bezogenen Arbeit. Wir nehmen diese Erinnerungsbruchstücke auf und lassen uns auf ihre Welt ein. So kommen wir miteinander ins Gespräch; die Bewohner fühlen sich verstanden und öffnen sich. Solche aktivierten, lange zurückliegenden Erlebnisse führen bei dementen Menschen dann häufig zu kleinen Glückserlebnissen und großem Wohlbefinden.