DRK Biedenkopf lädt zum Frühlingskaffeetrinken

„Was wäre nur, wenn wir sie nicht hätten, unsere fleißigen Ehrenamtler“, hört man Annette Born, Leiterin der sozialen und ideellen Arbeit des DRK Kreisverbandes in Biedenkopf häufig sagen. Sie ist stolz und glücklich über den wertvollen Einsatz und das außergewöhnliche Engagement, welches die ehrenamtlichen Helfer tagtäglich leisten. Aus diesem Grund ist es nicht nur ihr, sondern auch dem DRK Kreisverband Biedenkopf wichtig, den ehrenamtlichen Helfern durch kleine Aktionen ein Stückchen Wertschätzung und Anerkennung zu zeigen.

Nettes Beisammensein

Am Mittwoch, den 10. April wurde das Team des Kleiderladens „Jacke wie Hose“, der im nächsten Jahr sein 5-jähriges Bestehen feiert, als kleines Dankeschön zu Kaffee und Kuchen in den Kottenbach eingeladen. 16 Damen ließen sich die Einladung nicht entgehen. Sie tauschten sich aus, klönten ein wenig und freuten sich über die warmen Worte von Annette Born, die sie über die Arbeit der Damen verlor. Sie sprach auch in den höchsten Tönen über den gut gegliederten und reichlich bestückten Kleiderladen. Natürlich wurden auch Pläne geschmiedet. Am 8. Mai, dem Weltrotkreuztag, werden einige Mitarbeiterinnen ab 14 Uhr vor „Jacke wie Hose“ Waffeln backen und diese verteilen. Zudem gibt es an diesem Tag 50 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment. Also, am besten schon mal notieren. 

Jacke wie Hose für Jedermann

Im Kleiderladen in Biedenkopf, der an bis zu fünf Tagen in der Woche geöffnet hat, erhält man gut erhaltene Bekleidung für Groß und Klein, Heimtextilien, Spielzeug und vieles mehr zum kleinen Preis. Wer seine finanzielle Bedürftigkeit bei einem Sozialarbeiter im Diakonischen Werk in Biedenkopf nachweist, hat Anspruch auf einen Sozialrabatt. Er erhält eine Kundenkarte und kann damit alle angebotenen Teile zum halben Preis einkaufen. Auch Tafelkunden können dies in Anspruch nehmen. Im Kleiderladen können nicht nur Bedürftige einkaufen, sondern jeder Kunde ist willkommen. Alle 25 Mitarbeiter, darunter ein Mann, haben bei Jacke wie Hose ihre Aufgabe, eine Dame bügelt die Kleidung, andere sortieren fleißig und preisen aus und wiederum andere bedienen und beraten die Kunden. Günther Wasner ist für die Dekoration des Ladens zuständig. 

Gute Stimmung im Team

Während des Treffens der Damen merkt man, dass  es einfach passt, auch wenn sie aus unterschiedlichen Generationen stammen. Die älteste Dame ist 85 Jahre alt und die Jüngste 26. Beate Heising, die schon seit Anfang an dabei ist, arbeitet regelmäßig im Lager und schätzt die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen und lobt den Einsatz ihrer Chefin Sibille Hermann, die als Einzige im Bekleidungsgeschäft fest angestellt ist. Beim Frühlingskaffeetrinken schwelgt man auch mal in Erinnerungen. Schließlich sind viele der 25 Mitarbeiter schon von Anfang an und darüber hinaus dabei. Die Älteste im Kreise, Elisabeth Schmidt, die alle nur liebevoll Lissy nennen, hat schon vor über 30 Jahren in den damaligen „Kleiderkammern“ des DRK´s- und des Diakonischen Werks ehrenamtlich mitgewirkt. Daran erinnert sich auch Annette Born zu gern, die damals an der Aufnahme im DRK-Krankenhaus tätig war: „Lissy war immer gut gelaunt und hatte immer etwas Leckeres im Gepäck“. Eigentlich will die 85-Jährige, die hart in der eigenen Landwirtschaft gearbeitet hat, nicht im Mittelpunkt stehen, aber so viel Engagement sollte nicht unerwähnt bleiben. Lissy, die zudem Jahrzehnte im DRK-Pflegeheim gearbeitet hat, freut sich wie eine Schneekönigin auf jeden Mittwoch. Das ist ihr fester Tag, an dem sie im Kleiderladen hilft. Sie ist kontaktfreudig und liebt den Umgang mit Menschen und macht auch gerne mal einen Witz. Das ist aber längst nicht alles, die Eckelshäuserin hilft auch bei den Blutspendeterminen in Biedenkopf in der Küche. „Wenn ich das DRK nicht hätte, würde eine Lücke in meinem Leben entstehen“, sagt Elisabeth Schmidt und ohne unsere Ehrenamtler wäre die Lücke noch viel größer und gar nicht schließbar. „Unsere Damen und unser Herr im Kleiderladen machen wirklich alle eine ausgezeichnete Arbeit und leisten damit auch einen Teil für die Gesellschaft, der nicht hoch genug anzurechnen ist“, betont Annette Born, die ihr ganzes Team ins Herz geschlossen hat.